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am 20. April 2018

Kuchl: Respektloser Umgang mit Menschen oder Machtdemonstration?

Die Grünen Kuchl - Ob nun die Jadorfer Linde zu fällen war oder nicht, ist ein eigenes Kapitel. Es gibt aber zwei konkrete Punkte, die zu kritisieren sind und somit wiederholt aufgezeigt werden müssen, nämlich: wie unter der absoluten ÖVP-Mehrheit in Kuchl miteinander umgegangen wird.

ERSTER KRITIKPUNKT:

In einer Nacht- und Nebelaktion wurde in den frühen Morgenstunden die Linde an zentraler Stelle in Jadorf umgeschnitten. Auffällig dabei, niemand redet mit den Jadorfern, spricht über mögliche Notwendigkeiten, über Pläne nach den Straßen- und Leitungsarbeiten und wie die Kreuzung künftig sicher für unsere Kinder und ins Ortsbild passend gestaltet werden kann und soll! Nicht miteinander reden ist einfach, aber auch respektlos – um nicht zu sagen feige. Vor allem dann, wenn »Gefahr in Verzug« durch herabfallende Äste als Begründung herhalten muss. Denn eines ist bekannt: Die Äste fallen schon seit einigen Jahren – bei stürmischen Wetterereignissen – von der Linde.
Aus Sicht der GRÜNEN Kuchl wäre es daher sinnvoll gewesen, die Gemeinde hätte vorab einen Plan erstellt und vorgelegt, wie die Kreuzung zukünftig aussehen wird und ob an Ort und Stelle – nach Abschluss der Arbeiten – die Neupflanzung eines entsprechend großen Baumes vorgesehen ist. Dafür wäre es aber notwendig, dass die »regierende ÖVP« die Bevölkerung, aber auch ihre KollegInnen in der Gemeindevertretung wie vereinbart über Notwendigkeiten und Pläne informiert. Dies ist im konkreten Fall nicht geschehen – ganz im Gegenteil, die Jadorfer wurden im Unklaren gelassen und vertröstet.
Für uns GRÜNE Kuchl ist dies eine reine Machtdemonstration, die aufzeigt, wie mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern in Kuchl NICHT umgegangen werden soll!​

ZWEITER KRITIKPUNKT:

​In der Vorstandssitzung der Gemeinde wurde mit den Fraktionen vereinbart, dass vor einem Fällen des Baumes ein Gutachten eingeholt wird, welches Klarheit darüber schaffen soll, ob die geplanten Arbeiten an der Straßenkreuzung baumschonend durchführbar sind oder nicht (Beispiele dafür gibt es zuhauf). Dieses Gutachten sollte dann an alle SitzungsteilnehmerInnen vorab als Entscheidungsgrundlage verteilt werden. Wie wir nun alle wissen, wurde der Baum gefällt. Das »sogenannte Gutachten«, bestehend aus einer 2-zeiligen Stellungnahme, wurde am selben Tag erstellt, an dem auch der Baum frühmorgens umgeschnitten wurde. Das »Gutachten« wurde um 9:10 Uhr dem Gemeindeamt mittels Mail zugestellt – da war der Baum aber schon Geschichte.
Übrigens ist noch festzuhalten, in der erwähnten Stellungnahme ist mit keinem Wort erwähnt, dass der Baum krank gewesen sei. Die/der geschätzte LeserIn dieser Zeilen bedarf somit sicherlich keiner Anleitung, um sich selbst ein Bild von den zeitlichen Abläufen und Vorgehensweisen zu machen!
Soviel sei noch erwähnt, die GRÜNEN Kuchl haben als einzige Fraktion den Arbeiten nicht zugestimmt, da nicht alle Daten und Fakten auf dem Tisch lagen. Wir stehen daher zu unserer Meinung:
So geht man nicht mit Menschen um! Diese Handlungsweise ist keine gute Basis für eine solide Zusammenarbeit in der Gemeinde!​